Wissenwertes
Strichcode oder 2D-Code? Aktuelle Marktentwicklungen im Fokus.
Was es bei der Kennzeichnung von Einweggetränkeverpackungen zu beachten gibt
Die Kennzeichnung von Verpackungen steht vor einer möglichen Veränderung: Eine Initiative von GS1 Germany will es künftig ermöglichen, neben dem klassischen Strichcode auch 2D-Codes wie den QR-Code oder Data-Matrix-Code auf Verpackungen zu verwenden.
Was auf den ersten Blick vor allem digitale Vorteile bringen soll – etwa mehr Daten auf kleinerem Raum – wirft im Bereich der pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen wichtige Fragen auf.
Wie würde sich eine Einführung von 2D Codes auf die Rücknahme im DPG-System auswirken?
Die DPG betreibt ein hochstandardisiertes Rücknahmesystem mit über 40.000 Automaten, die aktuell auf die Lesung klassischer Barcodes ausgerichtet sind. Eine zusätzliche oder alternative Nutzung von 2D-Codes kann nur dann funktionieren, wenn Technik, Prozesse und Sicherheit weiterhin zuverlässig ineinandergreifen.
Warum jetzt darüber nachdenken?
Eine mögliche Umstellung auf 2D-Codes kann nicht von heute auf morgen erfolgen. Sie erfordert technische Weiterentwicklungen, klare Spezifikationen, ausreichende Vorlaufzeit – und vor allem eine frühzeitige Abstimmung mit allen Beteiligten.
Whitepaper der DPG – Grundlage für Austausch und Bewertung
Die DPG hat die wichtigsten technischen, organisatorischen und systemischen Fragestellungen in einem Whitepaper strukturiert aufbereitet – als Grundlage für eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb von Industrie, Handel und Systempartnern.
Das Whitepaper liefert Antworten auf wichtige Fragen:
- Welche technischen Anforderungen gelten für Rücknahmeautomaten?
- Was bedeutet eine parallele Nutzung von Strichcode und 2D-Code für die Lesesicherheit?
- Welche Auswirkungen hat die Einführung auf Druck- und Sicherheitskennzeichnung?
- Welche Standards und Übergangsregelungen wären notwendig?
Zentrale Einschätzungen der DPG – realistisch und lösungsorientiert
- Ein flächendeckender Einsatz von 2D-Codes vor Mitte 2030 ist aus heutiger Sicht technisch nur mit erheblichem Aufwand realisierbar – eine vorausschauende Planung ist daher entscheidend.
- Übergangsphasen mit paralleler Kennzeichnung (Strichcode + 2D-Code) bringen technische Herausforderungen, insbesondere bei der Auslesesicherheit – können aber mit klaren Standards und abgestimmten Prozessen erfolgreich gemeistert werden.
- Vorzeitig eingesetzte 2D-Codes mit GTIN auf Getränkeverpackungen (außerhalb des DPG-Kontexts) können später zu Auslesekonflikten führen. Die sollte frühzeitig berücksichtigt werden, um bei einer späteren Integration Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
- Aus Sicht der DPG ist eine frühzeitige Abstimmung zwischen Industrie, Handel, Technologiepartnern und dem DPG-System der Schlüssel, um Chancen zu nutzen – ohne die Zuverlässigkeit und Akzeptanz des Pfandsystems zu gefährden.
Jetzt Whitepaper lesen:
Bitte füllen Sie das Formular aus und wir senden Ihnen umgehend den Link zum Download des Whitepaper „2D-Codes im DPG-System“ per E-Mail zu.
Die DPG steht für weiteren Austausch bereit.
Mit dem Whitepaper möchte die DPG eine sachliche, faktenbasierte Grundlage schaffen – für informierte Diskussionen, gemeinsame Bewertungen und zukunftsorientierte Entscheidungen.
Für Rückfragen oder Austausch steht die DPG gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular.