Wissenwertes
Zwanzig Jahre Deutsches Einwegpfandsystem: Eine Erfolgsgeschichte

Das DPG-Pfandsystem feiert Jubiläum und zieht zwanzig Jahre nach seiner Einführung eine positive Bilanz. Die Rückgabe von Getränkeverpackungen mit Einwegpfand ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland längst selbstverständlich geworden. Rücklaufquoten von 96 %1 und mehr belegen die hohe Akzeptanz und Verlässlichkeit des Systems in der Praxis. Rund 20 Milliarden Verpackungen werden jährlich in den Kreislauf zurückgeführt. Wertvolle Materialien bleiben erhalten und können wieder für neue Produkte eingesetzt werden. Ihre Expertise bringt die DPG zudem auf europäischer Ebene ein.
Zusammenarbeit von Handel und Getränkeindustrie
Möglich geworden ist diese Erfolgsgeschichte durch die enge Zusammenarbeit von Handel und Getränkeindustrie – gemeinsam mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland sowie einem großen Netzwerk von Systempartnern. Seit Mai 2006 gibt es das einheitliche DPG-Pfandsystem für Einweggetränkeverpackungen.
Bereits ein Jahr zuvor hatten Handel und Getränkeindustrie gemeinsam die Deutsche Pfandsystem GmbH (DPG) gegründet. Damit stellten sie sich der Herausforderung, die sich aus der bereits 2003 beschlossenen Pfandpflicht und der erweiterten Rücknahmepflicht für Einweggetränkeverpackungen zum 1. Mai 2006 ergab. Ziel war es, ein einheitliches, leistungsfähiges und effizientes Pfandsystem aufzubauen, das alle Marktteilnehmer entsprechend ihrer jeweiligen Stärken einbindet.
Das DPG-Pfandsystem: resilient, skalierbar, zukunftsfähig
So entstand die DPG von Anfang an als privatwirtschaftlich organisierte Non-Profit-Organisation, die alle Akteure bei der Umsetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammenführt – ein leistungsfähiges und belastbares Netzwerk, wie Susanne Kürschner, Geschäftsführerin der DPG, erklärt:
„Das Deutsche Pfandsystem hat sich über 20 Jahre hinweg als resilient, skalierbar und zukunftsfähig erwiesen. Es zeigt, dass ein dezentral organisierter Ansatz, der auf klaren Regeln und geteilter Verantwortung basiert, in einem großen Markt zuverlässig und effizient funktioniert.“
Die Zukunftsfähigkeit des Systems spiegelt sich auch in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und dem Entwurf des neuen Verpackungsrecht Durchführungsgesetzes (VerpackDG) wider: Leistungsfähige Pfandsysteme wie das Deutsche werden in ihrer Funktionsweise berücksichtigt, sodass bewährte Strukturen erhalten bleiben.
Die wichtigste Bestätigung für den Erfolg des Systems ist jedoch die hohe Akzeptanz bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Tag für Tag zeigen sie diese millionenfach durch die konsequente Rückgabe von pfandpflichtigen Getränkeverpackungen.
So entsteht aus vielen einzelnen Beiträgen ein funktionierender Kreislauf. Die DPG bedankt sich bei allen Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie allen Systembeteiligten für ihren täglichen Beitrag zum Erfolg des Deutschen Pfandsystems.
1 Rücklaufquoten bei bepfandeten Getränkeverpackungen in Deutschland liegen unter der Berücksichtigung der verschiedenen Wege der Wertstofferfassung je nach Quelle zwischen 96 und 99 Prozent; Umweltbundesamt 2026: Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland im Jahr 2023, Texte 66/2026
Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (2024):
Aufkommen und Verwertung von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2023, Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung 2021: Recycling von Getränkedosen