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 Der DPG-Einwegpfandprozess

Wissenwertes

100 Sitzungen des DPG Beirats – 100-mal das Ganze im Blick

22.09.2026
Einhunderste Beitragssitzung der Deutschen Pfandgesellschaft

Im Jubiläumsjahr des deutschen Einwegpfandsystems ist der Beirat der DPG zu seiner 100. Sitzung zusammengekommen. Führende Vertreter aus Handel und Getränkeindustrie begleiten in diesem paritätisch besetzten Beratungsgremium die Arbeit der DPG seit ihrer Gründung vor 20 Jahren. 100 Sitzungen in dieser Zeit, das zeigt, wie kontinuierlich der Beirat aktuelle Entwicklungen analysiert und die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven in die Arbeit der DPG und die Ausgestaltung des Systems einbringt. Das gemeinsame Ziel: Das Ganze im Blick behalten und damit ein reibungslos funktionierendes Pfandsystem zum Wohle der Verbraucher.

Die erste Beiratssitzung fand am 5.7.2005 statt und damals gab es noch gar kein einheitliches Pfandsystem in Deutschland  – Handel und Getränkeindustrie mussten es erst entwickeln. Heute genießt das Einwegpfandsystem höchste Akzeptanz im Markt. Die Rückgabe ist einfach und selbstverständlich. Mehr als 20 Milliarden pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen werden jährlich in Deutschland in den Verkehr gebracht. 96 Prozent und mehr kommen davon über das Pfandsystem zurück. Hinter diesen eindrucksvollen Zahlen steht ein komplexes Zusammenwirken vieler Beteiligter und Prozesse.

2610 DPG 100ste Beiratssitzung

Beiratsmitglieder kommen aus der Praxis

„Genau dieses Zusammenspiel steht im Zentrum der Arbeit des Beirats der DPG. Seine Mitglieder stehen für kontinuierlichen Austausch, unterschiedliche Perspektiven und die Bereitschaft, sich immer wieder mit neuen technischen, regulatorischen und praktischen Fragestellungen auseinanderzusetzen“, erklärt Susanne Kürschner, Geschäftsführerin der DPG.

Alle Mitglieder des Beirats bekleiden wichtige Positionen in Unternehmen des Lebensmittelhandels oder der Getränkeindustrie und gewährleisten eine hohe Praxisnähe der Arbeit des DPG-Beirats. Mindestens einmal im Jahr verbindet der Beirat außerdem eine seiner Sitzungen mit einem Besuch bei Unternehmen aus dem DPG-System oder entlang des weiteren Wertstoffkreislaufs.

Dabei geht es um die Nähe zu den Prozessen: Was passiert mit einer Verpackung nach der Rückgabe? Wie ergänzen sich die Abläufe? Welche Anforderungen entstehen an den Schnittstellen? Und was kann die DPG aus anderen Teilen des Kreislaufs für die eigene Arbeit mitnehmen?

Arbeit nah an den Prozessen

Über die Jahre hat der Beirat so bereits viele unterschiedliche Unternehmen und Stationen kennengelernt. Bei seiner 100. Sitzung führte ihn der Blick in die Praxis zur Firma Speira nach Neuss.

Vor Ort bei dem Aluminiumwalz- und -recyclingunternehmen vertiefte der Beirat seine Einblicke in das Recycling von Aluminium und insbesondere von Getränkedosen. Das ist ein Teil des Kreislaufs, der für Verbraucherinnen und Verbraucher meist unsichtbar bleibt.

Aber mit der Rückgabe am Automaten ist die Geschichte einer Getränkeverpackung noch lange nicht zu Ende. Damit aus einer zurückgegebenen Verpackung wieder ein hochwertiger Rohstoff werden kann, müssen viele Schritte funktionieren – von der eindeutigen Erkennung und Rücknahme über Erfassung und Sortierung bis zur Verwertung und zum Recycling.

Die Qualität des Kreislaufs im Blick

Gerade der Blick auf diese nachgelagerten Prozesse macht deutlich: Die Qualität eines Kreislaufs entscheidet sich nicht erst beim Recycling. Sie entsteht entlang der gesamten Kette. Darin liegt auch eine der Besonderheiten des Deutschen Pfandsystems. Viele unterschiedliche Beteiligte übernehmen jeweils einen Teil der Aufgabe – und am Ende entsteht daraus ein funktionierendes Ganzes. Dafür sorgt als Systembetreiberin die DPG. Mit einheitlichen Standards schafft sie Rechtssicherheit für die Beteiligten und stellt das Fundament für reibungslose Prozesse zwischen allen Akteuren.

Unser besonderer Dank anlässlich der 100. Sitzung gilt allen aktuellen und ehemaligen Beiratsmitgliedern, die die Arbeit der DPG über viele Jahre mit ihrer Zeit, ihrer Expertise, kritischen Fragen und konstruktiven Diskussionen begleitet haben.

Ebenso danken wir den Unternehmen und Partnern, die dem Beirat bei seinen regelmäßigen Besuchen ihre Türen öffnen und Einblicke in ihre Arbeit geben – diesmal Speira für die Gastfreundschaft und den spannenden Blick auf einen weiteren Teil des Kreislaufs.